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WISSEN · BESUCHERFÜHRUNG

Besucherführung beginnt nicht mit dem Schild.

Ein Leitsystem funktioniert nur dann zuverlässig, wenn Ziele, Wege, Entscheidungspunkte und Informationsbedürfnisse vor der Gestaltung verstanden sind.

SCHRITT 1

Ziel und Nutzer verstehen.

Wer kommt an? Was kennt die Person bereits? Welches Ziel soll erreicht werden? Besucher, Mitarbeitende, Lieferanten oder Veranstaltungsgäste benötigen oft unterschiedliche Informationen. Ein System wird stabiler, wenn diese Gruppen nicht einfach in dieselbe Beschilderungslogik gepresst werden.

SCHRITT 2

Entscheidungspunkte kartieren.

Ankunft

Wo beginnt die Orientierung tatsächlich: Parkplatz, Straße, Eingang, Bahnhof, Empfang oder Veranstaltungszugang?

Verzweigungen

An jeder Stelle, an der mehrere Wege möglich sind, muss die benötigte Information rechtzeitig sichtbar sein.

Zielbestätigung

Menschen brauchen nicht nur Wegweiser, sondern auch die Sicherheit, am richtigen Ziel angekommen zu sein.

Rückweg

Ein vollständiges System berücksichtigt auch Ausgang, Rückweg, Parken und weitere relevante Ziele.

SCHRITT 3

Physisch und digital sinnvoll aufteilen.

Richtungsentscheidungen gehören grundsätzlich dorthin, wo sie getroffen werden. QR-Codes und Micropages eignen sich dagegen für vertiefende Informationen, Programme, mehrsprachige Inhalte, Karten oder Inhalte, die sich häufiger ändern.

Ein QR-Code ersetzt keine notwendige Grundorientierung. Wer erst sein Smartphone öffnen muss, um an einer Weggabelung herauszufinden, ob links oder rechts richtig ist, hat kein digitales Leitsystem, sondern zusätzliche Arbeit bekommen.

PFLEGE

Leitsysteme altern.

Standorte ändern sich, Räume werden umbenannt, Veranstaltungen wechseln und digitale Ziele ziehen um. Deshalb sollte bereits bei der Planung geklärt sein, welche Bestandteile dauerhaft sind und welche einfach aktualisiert werden müssen.

VERKNÜPFTE THEMEN

PROJEKT

Erst Wege verstehen. Dann Schilder planen.

Projekt einordnen